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API — Grundlagen
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Original-Infografik: „Types of APIs & Their Use Cases“ von pre_placement_preparations — API-Typen nach Zugriffsebene mit konkreten Use-Cases.
Types of APIs & Their Use Cases — Infografik
Kernidee in einem Satz: Eine API (Application Programming Interface) ist die offizielle Schnittstelle, über die zwei Programme miteinander sprechen — wie eine Speisekarte im Restaurant: Du bestellst (Anfrage), die Küche liefert (Antwort), ohne dass du die Küche selbst sehen musst. Die Infografik zeigt: Nicht jede API passt zu jedem Problem — die beste API ist die, die zum Use-Case passt.

Was ist eine API überhaupt?

API steht für Application Programming Interface (Anwendungs-Programmierschnittstelle). Es ist eine definierte Vereinbarung, wie ein Programm ein anderes um etwas bitten kann. Die Metapher vom Restaurant passt gut:

  • Speisekarte = die API-Dokumentation (was kann man anfragen?).
  • Kellner = die API (nimmt Bestellung entgegen, bringt das Ergebnis).
  • Küche = das dahinterliegende System (Datenbank, Logik) — das du nie direkt siehst.

APIs sind überall: Die Wetter-App ruft eine Wetter-API, der Login nutzt eine Auth-API, das Bezahlformular eine Payment-API. Der Punkt der Infografik: Es gibt verschiedene API-„Arten“, die nach zwei Achsen unterschieden werden — nach Protokoll (REST/SOAP/GraphQL) und nach Zugriffs-Ebene (öffentlich, intern, Partner).

Die 3 Protokoll-Standards (für öffentliche/Open APIs)

Wenn du eine API baust, entscheidest du dich meist für ein „Protokoll“ — die technische Sprache der Kommunikation:

StandardStilStärkeTypische Use-Cases (aus Quelle)
RESTRessourcen + HTTP-Verben (GET/POST/PUT/DELETE)Einfach, weit verbreitet, ideal für Standard-CRUDWetterdaten, Login-System, Produktabruf
SOAPXML-basierte Nachrichten, streng formalHohe Sicherheit/Standardisierung (Enterprise)Banküberweisung, Versicherungsanspruch, Behördendaten
GraphQLEine Abfrage-Sprache, Client bestimmt FelderFlexibles Daten-Fetching (nur holen, was man braucht)Facebook-Feed, GitHub-Stats, Custom-Queries

Merksatz: REST für Standard-CRUD, SOAP für Enterprise-Security mit strengen Verträgen, GraphQL wenn der Client flexibel genau die Daten braucht, die er will.

Die 3 Zugriffs-Ebenen (öffentlich, intern, Partner)

Unabhängig vom Protokoll unterscheidet man, wer die API nutzen darf:

🔓 Open / Public API (öffentlich)

Für Entwickler außerhalb der Firma. Jeder kann sich registrieren. Beispiele: REST-, SOAP-, GraphQL-Schnittstellen zu Wetterdaten, Produktkatalogen, Zahlungen.

🔒 Internal API (intern)

Nur innerhalb der eigenen Software-Architektur. Verbindet Bausteine einer Anwendung (oft im Microservices-Stil):

  • Backend→Backend: Zahlungsabgleich, Token-Prüfung, Lagerbestand
  • Frontend→Backend: Login-Anfrage, Profilabruf, Live-Suche
  • Service→Datenbank: Benutzer anlegen, Profil ändern, Berichts-Abfrage

🤝 Partner API (Partner)

Für ausgewählte Geschäftspartner — kontrollierter Zugang als bei der offenen API: B2B-Integration (Hotelbuchung, Flugdaten, Zahlungs-Gateway) · Affiliate-Integration (Produktlinks, Provisions-Tracking, Click-Analytics) · Data-Sharing (Gesundheitsakten, Finanzdaten, Logistik).

So sieht eine API-Anfrage aus (REST-Beispiel)

REST spricht HTTP. Ein Beispiel — die Anfrage nach Produktdaten mit curl:

curl https://api.example.com/products/42

Das ist eine GET-Anfrage an die Ressource „Produkt 42“. Die API antwortet typischerweise als JSON:

{
  "id": 42,
  "name": "Mein Produkt",
  "price": 19.99,
  "inStock": true
}

Gängige HTTP-Verben: GET (lesen), POST (neu anlegen), PUT/PATCH (ändern), DELETE (löschen). Genau diese „CRUD“-Operationen meint die Quelle, wenn sie REST für „Standard-CRUD“ empfiehlt.

Warum die Wahl der richtigen API wichtig ist

Die Kernaussage der Infografik: „Die beste API ist nicht die beliebteste — sondern die, die zum Use-Case passt.“ In der Praxis heißt das:

  • Ein simples öffentliches Produkt-Verzeichnis → REST (einfach, bewährt).
  • Eine Banküberweisung → SOAP (Sicherheit, verbindliche Standards, Audit-Trails).
  • Eine App mit vielen Geräten, die je eigene Felder braucht → GraphQL (kein Über-/Unterfrachten).
  • Deine eigenen Microservices untereinander → Internal APIs (kein öffentlicher Zugriff nötig).
  • Zusammenarbeit mit einem Dienstleister/Shop → Partner API (kontrolliert, verschlüsselt).
Einordnung: gehört zur Kategorie Programmierung — Backend & API-Grundlagen. Themengebiet: API-Architektur, REST/SOAP/GraphQL, interne vs. externe Schnittstellen. Grundwissen für jeden, der Webanwendungen baut, integriert oder verstehen will, wie Systeme kommunizieren.
Einfache Verwechslungs-Gefahr: „API“ ist nicht dasselbe wie „Webservice“ oder „Endpoint“. Eine API ist das gesamte Vertragswerk (Regeln + Formate); der Endpoint ist nur eine konkrete URL darin (z. B. /products/42). REST und GraphQL sind Stile, SOAP ist ein Protokoll.

Selbsttest

  1. Wofür steht API? (Application Programming Interface — Anwendungs-Schnittstelle)
  2. Welcher API-Standard eignet sich für Standard-CRUD (Daten lesen/anlegen/ändern)? (REST)
  3. Welcher Standard wird oft bei Banküberweisungen und Behörden wegen hoher Sicherheit genutzt? (SOAP)
  4. Was ist der Vorteil von GraphQL gegenüber REST? (Der Client fragt genau die Felder ab, die er braucht — flexibles Daten-Fetching)
  5. Welche drei Zugriffs-Ebenen unterscheidet die Infografik? (Open/öffentlich, Internal/intern, Partner)